Liquidation der Gesellschaft schreitet voran, intensive Beschäftigung mit verbliebenen Problemkrediten und Rechtsrisiken erforderlich
23.06.2026
Im Geschäftsjahr 2025 hat die sich in Liquidation befindliche Frankfurter Gesellschaft OWH SE i.L. (OWH) ihre Bilanzsumme um rund 5,3 Prozent von EUR 2,27 Mrd. auf EUR 2,15 Mrd. reduziert. Wie in den Vorjahren konnten vor allem vergebene Kredite zurückgeführt werden. Dadurch verringerte sich dieser wichtige Parameter für die Abwicklung, die Forderungen an Kunden, im Jahresvergleich um rund 31 Prozent von EUR 1,15 Mrd. auf EUR 786 Mio.
Gleichzeitig erhöhten sich die Forderungen an Kreditinstitute von EUR 562 Mio. auf 882 Mio. deutlich, da die OWH die erhaltenen Rückzahlungen zinsbringend anlegen kann. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden lagen zum Bilanzstichtag bei rund EUR 302 Mio. im Vergleich zu 359 Mio. im Vorjahr. Nachrangige Verbindlichkeiten bestanden in Höhe von EUR 787 Mio.
Der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres beträgt EUR 2,5 Mio. Das Eigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag EUR 936 Mio.
„Der Abbau von Verbindlichkeiten ist teilweise problematisch oder überhaupt nicht möglich, weil sanktionsrechtliche Hindernisse bestehen. Dafür müssen wir geeignete Lösungen finden – hierbei sind wir aber auf Hilfe von staatlichen Organisationen angewiesen,“ sagt CFO Miro Zadro, einer der beiden Liquidatoren der OWH. „Gleichzeitig steigt mit dem weiteren Abbau der Kreditengagements natürlich der Anteil der Problemkredite im Restportfolio, mit denen wir uns sehr intensiv beschäftigen.“
Der Geschäftsbericht 2025 mit allen Details und weiteren Erläuterungen steht auf der Website der OWH unter diesem Link zum Download bereit.
