{"id":708,"date":"2023-10-19T12:56:55","date_gmt":"2023-10-19T10:56:55","guid":{"rendered":"https:\/\/owh.de\/jahresabschluesse-fuer-2021-und-h1-2022\/"},"modified":"2023-10-19T14:00:33","modified_gmt":"2023-10-19T14:00:33","slug":"jahresabschluesse-fuer-2021-und-h1-2022","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/owh.de\/de\/jahresabschluesse-fuer-2021-und-h1-2022\/","title":{"rendered":"Jahresabschluss 2021 und Zahlen zum ersten Halbjahr 2022"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>VTB Bank (Europe) SE in Frankfurt legt Jahresabschluss 2021 und Zahlen zum ersten Halbjahr 2022 vor<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>12.09.2022<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><em>Gesch\u00e4ftsjahr 2021 schlie\u00dft mit einem Jahres\u00fcberschuss von EUR 26,9 Mio.<\/em><\/li>\n\n\n\n<li><em>Die Folgen der Sanktionen gegen russische Finanzinstitute haben Spuren in den Gesch\u00e4ftszahlen des ersten Halbjahres 2022 hinterlassen<\/em><\/li>\n\n\n\n<li><em>Die Liquidit\u00e4tssituation der Bank bleibt stabil<\/em><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Das Gesch\u00e4ftsjahr 2021 konnte die VTB Bank (Europe) SE (VTBE) mit Sitz in Frankfurt trotz sp\u00fcrbarer Auswirkungen der Corona-Krise mit einem Jahres\u00fcberschuss von EUR 26,9 Mio. abschlie\u00dfen, wie aus dem jetzt ver\u00f6ffentlichten Gesch\u00e4ftsbericht der Bank hervorgeht. Die Gesch\u00e4ftsentwicklung war 2021 positiv und dies setzte sich auch in den ersten sechs Wochen des Jahres 2022 fort. Mit dem 24. Februar 2022 \u00e4nderte sich das Gesch\u00e4ftsumfeld f\u00fcr die deutsche Tochtergesellschaft der zweitgr\u00f6\u00dften russischen Bank allerdings grundlegend. 2021 noch eine profitable und international anerkannte Bank mit einem klaren Fokus, haben der Angriff Russlands auf die Ukraine und die deswegen verh\u00e4ngten Sanktionen gegen russische Finanzinstitute ein Gesch\u00e4ftsumfeld geschaffen, das eine Fortf\u00fchrung der bisherigen Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit der VTBE unm\u00f6glich macht. So hat die Bundesanstalt f\u00fcr Finanzdienstleistungen (BaFin) als in Deutschland zust\u00e4ndige Aufsichtsbeh\u00f6rde der VTBE Ende Februar 2022 jegliches Neugesch\u00e4ft untersagt.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWir waren \u00fcber viele Jahre hinweg eine gesunde Bank mit einem starken Einlagengesch\u00e4ft hier in Deutschland und einem gut diversifizierten Kreditportfolio, das ordentliche Margen abwarf und auf kontinuierliches Wachstum ausgerichtet war,\u201c sagt CFO Miro Zadro, der als einziges Mitglied des Vorstands aus dem Jahre 2021 noch verblieben ist und die Bank durch eine kritische Phase unmittelbar nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine gef\u00fchrt hat. Ausgel\u00f6st durch den Russland-Ukraine-Krieg hatten zahlreiche Einleger ihre Einlagen bei der VTBE abgezogen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Bilanzsumme schrumpfte seit Jahresende 2021 um mehr als ein Viertel von EUR 7,3 Mrd. auf EUR 5,4 Mrd. Dieser R\u00fcckgang ist vor allem auf Abfl\u00fcsse von Spareinlagen und Festgeldern zur\u00fcckzuf\u00fchren, die sich insgesamt von EUR 4,1 Mrd. auf EUR 2,6 Mrd. reduzierten.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch das Kreditvolumen ging deutlich zur\u00fcck, von EUR 7,4 Mrd. auf EUR 5,5 Mrd. Hintergrund sind F\u00e4lligkeiten, aber auch vorzeitige R\u00fcckzahlungen, denen als Folge der aufsichtsrechtlichen Ma\u00dfnahmen der BaFin kein Neugesch\u00e4ft mehr gegen\u00fcbersteht. \u201eErfreulich war, dass einige Kunden aufgrund der prek\u00e4ren, von der Bank unverschuldeten Lage, bereit waren, ihre Verbindlichkeiten uns gegen\u00fcber vorzeitig zur\u00fcckzuf\u00fchren\u201c, sagt CFO Zadro, \u201edas hat dazu beigetragen, unsere Liquidit\u00e4tssituation stabil zu halten. Wir werden uns weiterhin um vorgezogene R\u00fcckzahlungen bem\u00fchen, wenn dies zu vertretbaren Konditionen realisierbar ist.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Der \u00dcberschuss des Vorjahres hat sich zum Halbjahr in einen Verlust von EUR 35,8 Mio. verwandelt, der vor allem auf Abschreibungen, W\u00e4hrungsverluste wegen fehlender Absicherungsm\u00f6glichkeiten, sowie ausbleibende Neugesch\u00e4ftsprovisionen bei fortlaufenden Betriebskosten zur\u00fcckzuf\u00fchren ist. Das Eigenkapital ist dennoch mit rund EUR 1,0 Mrd. stabil. Eine au\u00dferordentliche Hauptversammlung hatte bereits im M\u00e4rz beschlossen, die Summe aus einem Gewinnvortrag der Jahre 2019 und 2020 sowie dem Jahres\u00fcberschuss 2021, die insgesamt EUR 121,4 Mio. ergeben, in die Gewinnr\u00fccklagen einzustellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Durch das geschrumpfte Gesch\u00e4ftsvolumen haben sich wichtige Finanzkennziffern wie die Kernkapitalquote (CET1) von 15,9 Prozent auf 23,8 Prozent verbessert. Die Quote liegt deutlich \u00fcber dem regulatorisch vorgeschriebenen Mindestwert von 9,6 Prozent. CFO Zadro: \u201eF\u00fcr uns stand und steht in diesem kritischen Gesch\u00e4ftsumfeld die Sicherung der t\u00e4glichen Liquidit\u00e4t im Vordergrund, denn die Bank ist ausreichend kapitalisiert, um die eingetretenen Verluste verkraften zu k\u00f6nnen und alle vertraglichen Verpflichtungen zu erf\u00fcllen, insbesondere gegen\u00fcber unseren zumeist deutschen Einlegern.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr das Gesamtjahr 2022 erwartet der Vorstand erh\u00f6hte Abschreibungen und Risikovorsorge auf Verm\u00f6genswerte, da der&nbsp;<a>Russland-Ukraine-Krieg&nbsp;<\/a>zu einer wesentlichen Verschlechterung der Gesamtkreditrisiken gef\u00fchrt hat. Dem dadurch verursachten Anstieg des Risikokapitalbedarfs wirken jedoch die Einstellung des Neugesch\u00e4fts und der sich daraus ergebende aktive Portfolioabbau entgegen. Insgesamt erwartet der Vorstand, dass das \u00f6konomische Kreditrisiko der Bank sogar sinkt und die Liquidit\u00e4tssituation im Jahr 2022 jederzeit angemessen sein wird, da die VTBE \u00fcber einen bedeutenden Barmittelbestand verf\u00fcgt.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eUnser Fokus liegt jetzt auf der Sicherstellung der operationellen T\u00e4tigkeiten sowie der Aufrechterhaltung eines geordneten Gesch\u00e4ftsbetriebs,\u201c sagt Frank Hellwig, der als CEO von der BaFin eingesetzte Sonderbeauftragte. \u201eWir konnten innerhalb von wenigen Monaten zahlreiche Dienstleister ersetzen, die eine weitere Zusammenarbeit mit der Bank aufgrund der aktuellen politischen und rechtlichen Situation kurzfristig gek\u00fcndigt hatten. Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen wir weitere, zuvor ausgelagerte Prozesse, inzwischen im eigenen Haus erbringen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDie VTBE befindet sich wegen der Auswirkungen der Sanktionen und der Untersagung des Neugesch\u00e4fts im Prozess einer geordneten Verwaltung und Abwicklung des Bestandsgesch\u00e4fts,\u201c so Hellwig, \u201eandere Szenarien, wie einen Verkauf und damit einen Eigent\u00fcmerwechsel, zeichnen sich angesichts der bestehenden Sanktionen gegen\u00fcber der russischen Muttergesellschaft der Bank nicht ab.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Der vollst\u00e4ndige Gesch\u00e4ftsbericht der VTBE und die wichtigsten Kennziffern des ungepr\u00fcften Ergebnisses des ersten Halbjahres 2022 sind auf der Website zum Download verf\u00fcgbar. &nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>VTB Bank (Europe) SE in Frankfurt legt Jahresabschluss 2021 und Zahlen zum ersten Halbjahr 2022 vor 12.09.2022 Das Gesch\u00e4ftsjahr 2021 konnte die VTB Bank (Europe) SE (VTBE) mit Sitz in Frankfurt trotz sp\u00fcrbarer Auswirkungen der Corona-Krise mit einem Jahres\u00fcberschuss von EUR 26,9 Mio. abschlie\u00dfen, wie aus dem jetzt ver\u00f6ffentlichten Gesch\u00e4ftsbericht der Bank hervorgeht. 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